„Der Geist der Natur antwortet auf die Fragen des Herzens.
Der Wind spricht wirklich. Die Bäume haben tatsächlich eine Stimme.
Gehört die Stimme zur Natur oder zu uns? Was ist der Unterschied?“

Die Visionssuche ist ein Initiations- und Schwellenritual in der Natur, das es in fast allen Kulturen gegeben hat. Heute ist die Vision Quest eine moderne, unserer Zeit angepasste Methode, Übergänge wie z.B. das Erwachsenwerden, Elternschaft, Heirat, das letzte Lebensdrittel, Trennung, Abschied nehmen bei Tod, bewusst zu gestalten.

Die Vision Quest beinhaltet:

  • Vorbereitung und Ablösung: In der Vorbereitungszeit wird durch Gänge in die Natur und mithilfe der Gruppenleitung, die persönliche Intention, warum diese Auszeit genommen wird, herausgearbeitet. Welche Themen wollen gewandelt werden und was folgt daraus als nächster Schritt.
  • Die Auszeit – Schwellenzeit: Eine Auszeit in der Natur, in der alles Alltägliche wegfällt
  • Die Integration – der Alltag: Nach der Zeit des Alleinseins wird jede/r Einzelne im Kreis der Gemeinschaft rituell begrüßt und aufgenommen.
  • Sicherheit: Die Vision Quest hat über viele Jahre ein fundiertes, genau ausgearbeitetes Sicherheitssystem entwickelt – welches bestmögliche Sicherheit garantiert

Nächster Termin: Herbst 2027, Zagora, Marokko

Preis: Frühbucher – 950€, danach 1050€ zzgl. Reisekosten, Sozialpreis auf Anfrage

Marokko – Visionssuche in der Wüste



Die Wüste in Marokko ist ein Landschaftsraum der Reduktion und radikalen Ehrlichkeit. Weite, Stille, Linien aus Sand und Stein – kaum Ablenkung, kaum Ausweichmanöver. Genau darin liegt ihre besondere Kraft. Die Wüste bringt vieles auf das zurück, was echt ist: Körper, Atem, Angst, Mut, Sehnsucht, Entscheidung.
Tagsüber prägt die Weite den Blick, nachts öffnet der sternenübersäte Himmel einen Raum, der größer ist als jede alltägliche Geschichte. Die karge Schönheit der Wüste kann eine ungeheure Klarheit freilegen: Was trage ich wirklich? Was ist nur Lärm? Was will in mir wachsen – und was darf endlich gehen? Dieser Ort ist kein sanfter Spiegel. Eher ein stiller, unerbittlich freundlicher Lehrer. Wer hier eine Absicht hält, spürt oft, wie daraus ein neues Fundament wird – schlicht, tragfähig, und erstaunlich lebendig.

Persönliche Gründe für eine Visionssuche

„Wenn du dich vier Tage und Nächte allein in die Natur begibst, berührst du den Grund deines Seins“.

Wenn wir davon erzählen, dass du bei der Vision Quest vier Tage und Nächte allein in der Natur verbringst, ohne Dach über den Kopf und fastend, dann werden wir als VisionquestleiterInnen oft fassungslos angeschaut. Meistens kommt als nächste Antwort „das würde ich mich nie wagen, dass schaffe ich nie“!

Erleben tun wir das Gegenteil. Egal wo du in deinem Leben stehst, wie alt du bist und was dein Anliegen ist, immer wird diese Auszeit als tief heilsam und kräftigend erlebt. Die wichtigen Lebensfragen nach Sinn, Wandlung, Beziehung oder Berufung werden hier neu geordnet.

In Zeiten des Übergangs, wenn das Alte nicht mehr und das Neue noch nicht greift, bietet die Visionssuche einen Zwischenraum, langsam in einen neuen Lebensabschnitt hineinzuwachsen.
Durch die Zeit in der Natur, erwachen wertvolle Sinne in uns und legen unsere eigene Lebendigkeit frei. Wir kommen in „Kontakt“ mit unserer reinen und essentiellen Seinsqualität.
Der Kontakt mit der Erde, mit den Kräften der Natur entsteht von selbst. Der Naturraum ist absichtslos. In dieser Absichtslosigkeit können festgefahrene, innere Strukturen und Muster erkannt und hinterfragt werden.
Wir weiten uns innerlich und können einen neuen, freieren Blick auf unser Leben werfen. Dadurch erfahren wir eine innere Sicherheit, die nicht von äußeren Umständen abhängig ist. Eine tiefe Ruhe, das Gefühl von getragen Sein im Leben, gibt uns die Möglichkeit, wahrhaftig und aus einer reifen Haltung das eigene Leben zu gestalten.

Struktur und Ablauf der Vision Quest

Vorbereitung und Ablösung


In der Vorbereitungszeit wird durch Gänge in die Natur und mithilfe der Gruppenleitung, die persönliche Intention, warum diese Auszeit genommen wird, herausgearbeitet. Welche Themen wollen gewandelt werden und was folgt daraus als nächster Schritt.
Daraus wird ein Satz formuliert, der die Kraft und die Absicht in sich trägt, warum Mensch vier Tage fastend, allein und ohne Dach über dem Kopf draußen in der Natur verbringt.
Gleichzeitig gibt es Zeit, sich mit der Landschaft und der Umgebung vertraut zu machen. Fragen zur Sicherheit und zum Fasten werden geklärt. Der eigene Vision Quest Platz für die vier Tage Auszeit wird gefunden.
Das langbewährte Sicherheitssystem der Vision Quest garantiert das Wohlbefinden der TeilnehmerInnen.

Die Auszeit – Schwellenzeit

Am Morgen des ersten Auszeittages wird jede/r TeilnehmerInn zeremoniell in das Alleinsein entlassen. Jede/r TeilnehmerInn betritt nun seinen/ ihren ganz eigenen, heiligen Raum, um in den kommenden vier Tagen und Nächten, ganz in die vorher geklärte Absicht hineinzuwachsen.
Eine Auszeit in der Natur, in der alles Alltägliche wegfällt. Zeit, tief in sich hineinzuhorchen, still zu werden, das Kraftfeld der Natur durch sich hindurchströmen zu lassen – einfach DA SEIN- SO SEIN! Die Natur wird zum Seelenspiegel.
Der innere Seelenraum weitet sich und die eigene Urkraft darf sich ganz natürlich entfalten. Eine heilig-heilsame Zeit!

Die Integration – der Alltag


Nach der Zeit des Alleinseins wird jede/r Einzelne im Kreis der Gemeinschaft rituell begrüßt und aufgenommen. Die erlebten Geschichten und Erfahrungen werden geteilt und von der Leitung gespiegelt.
Wertvolle Bilder und Erkenntnisse werden hervorgehoben und in einen sinnhaften Kontext gestellt.
Konkrete Übungen übersetzen und integrieren das Erlebte in den eigenen Alltag.
Unser Anliegen ist es, die Erkenntnisse, Erlebnisse und Erfahrungen nachhaltig in den Kontext des eigenen Lebens tragen zu können.

Die Visionssuche wird im Rahmen der Alma Mundi Akademie angeboten.

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